-
07.03.2014
- → Feminismus
EU-Gewaltstudie rüttelt auf
Berlin/Wien. Als alarmierend und dramatisch haben Politiker und Fachleute die Ergebnisse einer am Mittwoch veröffentlichten EU-Studie zu Gewalt gegen Frauen bezeichnet. Ein Drittel aller Frauen in der Europäischen Union hat demnach seit ihrer Jugend mindestens schon einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt. Unter ihnen gaben fünf Prozent an, vergewaltigt worden zu sein.
In Deutschland sagten zudem 60 Prozent der Teilnehmerinnen, sie seien sexuell belästigt worden. EU-weit waren 45 bis 55 Prozent der Frauen ab 15 Jahren von Belästigung betroffen, unter den Berufstätigen drei Viertel. Die Studie wurde im Auftrag der EU-Grundrechteagentur (FRA) erstellt. Es ist nach FRA-Angaben die weltweit bisher größte Erhebung dieser Art. Für sie wurden 2012 insgesamt 42000 Frauen zwischen 18 und 74 Jahren persönlich befragt.
Laut Untersuchung sind die Täter in der Mehrzahl der Fälle Partner oder Expartner. 22 Prozent der Frauen erfuhren durch Männer aus dem familiären Umfeld sexuelle Gewalt oder wurden mißhandelt. Lediglich ein Drittel dieser Frauen wandte sich nach dem »schwerwiegendsten Vorfall« an die Polizei oder eine andere Organisation, um Hilfe zu suchen.
Politiker äußerten sich erschüttert, Fachleute forderten Gegenmaßnahmen von Regierungen und Parlamenten. Die Organisation Terre des Femmes beklagte die »katastrophale Rechtslage vor allem bei sexualisierter Gewalt« in Deutschland. Weniger als ein Prozent der Täter werde verurteilt.(dpa/jW)
In Deutschland sagten zudem 60 Prozent der Teilnehmerinnen, sie seien sexuell belästigt worden. EU-weit waren 45 bis 55 Prozent der Frauen ab 15 Jahren von Belästigung betroffen, unter den Berufstätigen drei Viertel. Die Studie wurde im Auftrag der EU-Grundrechteagentur (FRA) erstellt. Es ist nach FRA-Angaben die weltweit bisher größte Erhebung dieser Art. Für sie wurden 2012 insgesamt 42000 Frauen zwischen 18 und 74 Jahren persönlich befragt.
Laut Untersuchung sind die Täter in der Mehrzahl der Fälle Partner oder Expartner. 22 Prozent der Frauen erfuhren durch Männer aus dem familiären Umfeld sexuelle Gewalt oder wurden mißhandelt. Lediglich ein Drittel dieser Frauen wandte sich nach dem »schwerwiegendsten Vorfall« an die Polizei oder eine andere Organisation, um Hilfe zu suchen.
Anzeige
Politiker äußerten sich erschüttert, Fachleute forderten Gegenmaßnahmen von Regierungen und Parlamenten. Die Organisation Terre des Femmes beklagte die »katastrophale Rechtslage vor allem bei sexualisierter Gewalt« in Deutschland. Weniger als ein Prozent der Täter werde verurteilt.(dpa/jW)
fra.europa.eu/de
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Feminismus
