Zum Inhalt der Seite

Ghaddafi-Sohn an ­Libyen ausgeliefert

Tripolis. Der Niger hat einen Sohn des früheren Diktators Muammar Al-Ghaddafi an Libyen ausgeliefert. Al-Saadi Al-Ghaddafi sei am Donnerstag in Libyen eingetroffen, teilte das dortige Regime mit, das ihn umgehend mißhandeln ließ. Libysche Medien veröffentlichten Fotos, auf denen zu sehen ist, wie jemand dem Gefangenen die Haare und den Bart abrasiert. Der Sprecher des Hadaba-Gefängnisses in Tripolis, Othman Al-Kalali, sagte dem libyschen Nachrichtenportal Al-Wasat, der Ghaddafi-Sohn solle wegen »Beteiligung an der gewaltsamen Unterdrückung der Revolution des 17. Februar« und »Aktivitäten zur Störung der Sicherheit und Stabilität Libyens« angeklagt werden. Während des von der NATO unterstützten Umsturzes in Libyen soll Al-Saadi eine Brigade befehligt haben. (dpa/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Erschienen in der Ausgabe vom 07.03.2014, Seite 6, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!