Die erste App mit KI - Jetzt bestellen!
Gegründet 1947 Freitag, 23. Februar 2024, Nr. 46
Die junge Welt wird von 2767 GenossInnen herausgegeben
Die erste App mit KI - Jetzt bestellen! Die erste App mit KI - Jetzt bestellen!
Die erste App mit KI - Jetzt bestellen!
Aus: Ausgabe vom 06.03.2014, Seite 3 / Schwerpunkt

Hintergrund: Hilfe für Syrien

Die UN-Organisation für humanitäre Hilfe (OCHA) schildert auf ihrer Internetseite (www.syria.unocha.org/map) den jeweils aktuellen Stand an Unterstützungsleistungen für Syrien. Auf einer interaktiven Karte ist zu erfahren, daß UN-Hilfskonvois in sechs der 13 syrischen Provinzen unterwegs sind: Idlib, Aleppo, Deir Ezzor, Hama, Homs und Deraa. Alle diese Konvois gehen in umkämpfte Gebiete. Die größte Zahl notleidender Menschen befindet sich laut OCHA in der Provinz Aleppo (2,4 Millionen) und im Umland von Damaskus (1,25 Millionen). Inlandsvertriebene sind in allen Teilen des Landes registriert, die meisten in den Provinzen Aleppo und Damaskus. Internationale Hilfsorganisationen sind in zehn Provinzen tätig. Die deutsche Organisation HELP arbeitet demnach in Damaskus und in Quneitra nahe der Grenze zu dem von Israel besetzten Golan. Die Vereinten Nationen arbeiten mit zehn UN-Organisationen in Syrien, darunter das Kinderhilfswerk und das Welternährungsprogramm. Landesweit unterhält die UNO zwölf Büros. Ein zentrales Lager für Hilfsgüter befindet sich in der Hafenstadt Tartus. Dort landen die meisten Schiffe mit Hilfsgütern an.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) arbeitet mit den Rotkreuz- bzw. Roter-Halbmond-Gesellschaften verschiedener Länder in Syrien, darunter auch der aus Deutschland. Hauptpartner ist der Syrische Arabische Rote Halbmond (SARC). Anfang Februar konnte ein Konvoi von 26 Lastwagen die ostsyrische Provinz Deir Ezzor erreichen und dort 8000 Pakete mit Nahrungsmitteln, Medikamenten, Hygieneartikeln und Haushaltsgegenständen verteilen. Der Inhalt eines Pakets reicht einer fünfköpfigen Familie für einen Monat. Seit lokale Waffenstillstände und »soziale Versöhnung« (siehe jW vom 1./2. März) im Umland von Damaskus zunehmen, konnten IKRK und SARC in vielen der bisherigen Kampfzonen in großem Umfang Hilfe verteilen. Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, besuchte mit einer Delegation am 21. und 22. Februar 2014 drei SARC-Zentren in Damaskus. (kl)

Mehr aus: Schwerpunkt

Hier geht es zur neuen jungen Welt-App!