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A Friday Night

Paco de Lucía, der berühmteste Flamenco-Gitarrist Spaniens, ist tot. Er starb am Dienstag an einem Herzinfarkt, als er im mexikanischen Cancun am Strand mit seinen Kindern spielte. Er wurde 66 Jahre alt. Spaniens Kulturminister José Ignacio würdigte Paco de Lucía als einen einzigartigen Gitarrenvirtuosen, der die Flamenco-Musik weltweit bekanntgemacht habe. Der Musiker, der mit bürgerlichem Namen Francisco Sánchez Gómez hieß, hatte den Flamenco mit Elementen des Jazz, des Blues und anderer Musikrichtungen bereichert. Den internationalen Durchbruch schaffte er 1973 mit dem Hit »Entre dos Aguas«. In Deutschland wurde er bekannt mit dem Album »Friday Night in San Franciso«, das er mit zwei anderen Berufsgitarrengöttern eingespielt hatte, mit John McLaughlin und Al Di Meola. Jeder, der schon das »Köln Konzert« von Keith Jarrett im Regal stehen hatte, kaufte sich dieses Album, es gehört zur gehobenen Akademiker-Grundausstattung der 80er Jahre. Weniger bekannt war das Album »Al Verte Las Floras Lloran« mit dem Sänger Camarón de la Isla von 1969, aufgenommen vom englischen Hipster- und Musiknerdmagazin Wire in die Liste der »100 Records That Set The World on Fire (While No One Was Listening)«. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.02.2014, Seite 13, Feuilleton

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