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Rechte Gewalt: Ost-West-Kluft

Berlin. 628 verübte oder versuchte Tötungsdelikte werden in einer vom Bundesinnenministerium nachträglich beauftragten Prüfung auf ein mögliches rechtes Motiv hin untersucht. Die Anzahl der zu untersuchenden Fälle, die Ostdeutschland betreffen, liege allerdings weit unter denen des Westens, schreibt der Tagesspiegel am Sonntag auf seiner Website. Dies, obwohl die Polizei aus den fünf neuen Ländern regelmäßig einen überproportional hohen Anteil rechtsextremer Gewalttaten melde. Von den 628 nochmals untersuchten Taten seien nur 43 im Osten begangen worden. Das gehe aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Die Fälle seien im »Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus/Rechtsterrorismus« ermittelt worden. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2014, Seite 4, Inland

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