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UN-Kommission wirft Syrien Folter vor

Genf. Das Regime in Syrien soll mutmaßliche Oppositionelle in geheimen Kerkern verschwinden lassen, ohne Auskunft über ihr Schicksal zu geben. Damit versuchten Sicherheitsdienste und die Armee, regierungskritische Teile der Bevölkerung systematisch einzuschüchtern. Das erklärte eine vom UN-Menschenrechtsrat berufene Unabhängige Internationale Untersuchungskommission für Syrien am Donnerstag in Genf. Das gezielte Verschwindenlassen mutmaßlicher Regimegegner sei ein fester »Bestandteil umfassender und systematischer Angriffe gegen die Zivilbevölkerung, die ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit darstellen«. Die Verschwundenen sind nach Erkenntnissen der vom UN-Menschenrechtsrat berufenen Kommission Folter und anderen grausamen Praktiken ausgesetzt.

Zugleich kritisierte die Expertengruppe, Rebellen würden immer wieder Menschen als Geiseln verschleppen. Auch das sei ein Verstoß gegen das humanitäreVölkerrecht. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.12.2013, Seite 1, Ausland

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