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16.12.2013
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Schon aus Eigeninteresse
Die Kampagne gegen den künftigen Chefdirigenten der Münchner Philharmoniker, Waleri Gergijew, geht weiter. Hintergrund ist das freundschaftliche Verhältnis des weltberühmten Dirigenten zu Wladimir Putin. Gergijew soll am Mittwoch bei seinem künftigen Orchester am Pult stehen. Die schwul-lesbische Wählerinitiative Rosa Liste hat zu einer Protestkundgebung vor der Philharmonie aufgerufen und erklärt, Gergijew verleugne die »aktuelle Haß- und Verfolgungspolitik der Putin-Regierung gegenüber Lesben, Schwulen und Transgendern«. Der Dirigent hatte zuletzt Anfang November erklärt: »Ich habe bereits gesagt, daß ich niemanden diskriminiere, weder Schwule noch sonst irgend jemanden und das auch nie getan habe.« Dem Chef der Bayerischen Staatsoper, Nikolaus Bachler, reicht das nicht. Gergijew könne »schon aus Eigeninteresse als Künstler nicht schweigen zu Inhumanität und Menschenrechtsverletzungen«, zitierte ihn der Münchner Merkur vom Samstag. Der Intendant Staatstheaters am Gärtnerplatz, Josef Köpplinger, blickte in derselben Zeitung gleich »auf das 20. Jahrhundert mit all seinem Terror« zurück und erklärte, das müsse »für einen vernünftig denkenden Menschen reichen, zu gewissen Dingen zu sagen: Nein, so nicht.«
(dpa/jW)
(dpa/jW)
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