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Flüchtling tot: Notruf ignoriert?

Heiligenhaus. Bereits am Sonntag ist ein akut erkrankter Bewohner eines Asylbewerberheims im nordrhein-westfälischen Heiligenhaus verstorben. Andere Bewohner der Notunterkunft werfen den Rettungsdiensten vor, auf Notrufe nicht beziehungsweise zu spät reagiert zu haben. Dies berichtete die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) am Dienstag abend auf ihrer Internetseite. Die Kreisverwaltung Mettmann erklärte, es habe keine Verzögerungen gegeben. Nach Angaben der »Karawane für die Rechte der Flüchtlinge« berichteten Bewohner der Unterkunft, daß zwei Stunden lang kein Rettungswagen erschienen sei. Am Dienstag demonstrierten Asylbewerber spontan vor dem Rathaus in Heiligenhaus, um die Aufklärung der Todesursache zu fordern. Laut WAZ ermittelt die Staatsanwaltschaft Wuppertal. Sie werte außerdem die Telefonbänder der Rettungsleitstellen aus.

(jW)

Gedenkdemonstration am 12. Dezember, 16 Uhr, Notunterkunft für Flüchtlinge an der Ludgerusstraße, Heiligenhaus

junge Welt

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.12.2013, Seite 4, Inland

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