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Sammlung ­weniger wert

Der Münchner Kunstsammler Cornelius Gurlitt will nach Angaben des Münchner Generalstaatsanwalts Christoph Strötz bislang keinen Termin zur Übergabe seiner Bilder vereinbaren. Strötz sagte am Mittwoch im Bayerischen Landtag, die Behörden hätten den Kontakt zu Gurlitt »über einen bestimmten Zeitraum gepflegt«, auch habe sich »rasch herausgestellt, daß ihm gewisse Bilder zu Recht gehören«.

Das Münchner Auktionshaus Ketterer schätzte unterdessen den Wert der Gurlitt-Sammlung auf weniger als 50 Millionen Euro wert. In Medien war über einen Wert von mehr als einer Milliarde Euro spekuliert worden. Der Chef des Auktionshauses, Robert Ketterer, äußerte sein Unverständnis darüber, wie lange die Bestandsaufnahme der zirka 1400 Werke daure. Er könne mit einem Team von vier Personen in weniger als fünf Wochen sämtliche Bilder katalogisieren, Vorder- und Rückseiten druckfähig fotografieren und sogar einen Katalog daraus herstellen, meinte er gegenüber dpa. »Das ist bei uns ganz normaler Tagesstandard.« Auch für die Suche nach Herkunft und Eigentum gebe es ausreichend technische Mittel und Datenbanken, um sie rasch voranzutreiben. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 28.11.2013, Seite 13, Feuilleton

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