Der Schwarze Kanal
Gegründet 1947 Montag, 16. September 2019, Nr. 215
Die junge Welt wird von 2208 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 21.11.2013, Seite 16 / Sport

Fußball-Randspalte

Fans von Kroatien

Zagreb. Auf seine Weise feierte Kroatien am Dienstag abend seine WM-Qualifikation durch ein 2:0 gegen Island. Der frühere Bundesligaverteidiger Josip Simunic griff sich nach dem Schlußpfiff das Stadionmikrofon und schrie den Fans den Gruß der faschistischen Ustascha entgegen: »Za Dom – Spremni!« (Für die Heimat – bereit!) Anschließend erklärte der 35jährige, der oft für Hertha BSC im Olympiastadion der Nazis aufgelaufen ist: »Das wollte ich mein ganzes Leben schon mal machen. Ich habe keine Angst vor einer Strafe, ich habe nichts Schlimmes gemacht. Ich bin ein Fan von Kroatien, meiner Heimat.« Einige Medien aus dieser Heimat bewerteten den Auftritt am Mittwoch als »Schande«. Den Führungstreffer für die Kroaten hatte in Zagreb Bayern-Stürmer Mandzukic erzielt (27.), neun Minuten später flog er nach einem brutalen Foulspiel mit Rot vom Platz. Mandzukic liebt Kroatien ungefähr so wie Simunic. Vor einem Jahr salutierte er nach einem Bundesligator den damals gerade vom Kriegsverbrechertribunal in Den Haag freigesprochenen Generälen Ante Gotovina und Mladen Markac. (sid/jW)

BVB sieht Sternchen

Dortmund. Mats Hummels hat sich beim 1:0-Testspiel der Deutschen gegen England am Dienstag in Wembley einen knöchernen Bandausriß am rechten Fersenbein zugezogen und fällt wohl bis Mitte Januar aus. Sein Dortmunder Abwehrkollege Marcel Schmelzer erlitt in der Partie einen Faserriß in der linken Wadenmuskulatur. Hummels bezog sich in einer Facebook-Mitteilung am Mittwoch jedoch auf zwei Kreuzbandrisse: »Das ist zwar be********, aber wenn man sieht wie es Neven oder Sami geht gibt es auch Schlimmeres«. (sid/jW)

Mehr aus: Sport