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Manfred Hocke gestorben

Wie jW erfuhr, starb der Dramaturg und Schriftsteller Manfred Hocke am 7. November in Berlin. Er war am 29. September 80 Jahre alt geworden. Hocke arbeitete am Theater der Bergarbeiter Senftenberg, wo er 1960 mit Klaus Gendries als Regisseur »Kohle«, den Vorläufer von »Die Sorgen und die Macht«, von Peter Hacks zur Uraufführung brachte. Später war er an der Volksbühne und am Berliner Ensemble engagiert und übersetzte zahlreiche sowjetische Stücke ins Deutsche. Nach Tätigkeit beim DDR-Fernsehen arbeitete er 18 Jahre lang bei der DEFA. Der Schriftsteller Fritz Rudolf Fries porträtierte ihn in einem seiner Romane als Dramaturg Hiob. Nach der Entlassung in die Arbeitslosigkeit 1989 schrieb Hocke zahlreiche Geschichten mit der Figur Archie, die in verschiedenen linken Zeitungen gedruckt wurden, darunter eine Kolumne im RotFuchs. Die Erzählungen erschienen in zwei Sammelbänden 2011 und 2013 im Verlag Wiljo Heinen. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.11.2013, Seite 12, Feuilleton

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