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Hartz IV: Armut macht krank

Nürnberg. Bezieher des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV) leiden besonders häufig an psychischen Erkrankungen. Bei mehr als einem Drittel wurde innerhalb eines Jahres mindestens eine psychische Beeinträchtigung festgestellt. Das geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg und der Universität Halle-Wittenberg hervor. Viele Arbeitslose litten unter affektiven und neurotischen Störungen, Depressionen sowie seelisch bedingten körperlichen Leiden. Die Forscher berufen sich unter anderem auf Krankenkassendaten. Arbeitsvermittler in Jobcentern hätten den Anteil der psychisch kranken Hartz-IV-Betroffenen in Interviews auf 5 bis 40 Prozent geschätzt. Fallmanager der Behörde gehen sogar bei der Hälfte bis zu zwei Dritteln aller Hartz-IV-Empfänger von psychischen Problemen aus. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 01.11.2013, Seite 1, Inland

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