Zum Inhalt der Seite

Jeder siebte ist leseschwach

Nürnberg. Jeder siebte Erwachsene in Deutschland kann nicht richtig lesen und schreiben, viele Betroffene ziehen sich aus dem Alltagsleben zurück. »Neueste Studien haben gezeigt, daß es in Deutschland circa 7,5 Millionen Erwachsene zwischen 16 und 65 Jahren gibt, die so rudimentäre Lese- und Schreibkenntnisse haben, daß sie ihr Leben nicht eigenverantwortlich gestalten können«, erklärt Ralf Häder vom Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung. »Die Betroffenen stoßen ständig an Grenzen: bei jedem Einkauf, bei jedem Weg von A nach B. Diese Grenzen führen dazu, daß sie sich oft komplett zurückziehen.« Von diesem Montag an richtet der Verband in Nürnberg einen Fachkongreß zum Thema aus.

(dpa/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.10.2013, Seite 5, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!