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Aus: Ausgabe vom 19.10.2013, Seite 12 / Feuilleton

Robert Capa in Leipzig

In Leipzig gibt es im Ortsteil Lindenau ein Haus, auf dessen Balkon am 18.April 1945 ein US-Soldat bei der Befreiung der Stadt vom Faschismus erschossen wurde. Er wurde von Robert Capa (1913–1954) fotografiert: »Ich hatte das Bild des letzten Mannes, der starb« telegrafierte der spätere Begründer der weltberühmten Fotoagentur Magnum an das Time Magazin, das die Bilder veröffentlichte. Dieses Haus steht in der Jahnallee 61 und sollte jetzt abgerissen werden – hätte nicht eine Bürgerinitiative dagegen mobilisiert. Nun hat die LS Immobiliengruppe die Sanierung für 2014 angekündigt. Ein kleiner Sieg für die historische Vernunft. Am Dienstag jährt sich der 100. Geburstag von Capa. Ihm zu Ehren gibt es am Sonntag um 11 Uhr im Leipziger Theater der Jungen Welt (nicht mit dieser Zeitung zu verwechseln) eine Matinee mit historsichen Filmen und Vorträgen. Es soll auch der berühmte »mexikanische Koffer« von Capa geöffnet werden. Er wurde 2007 gefunden und enthält Tausende von Original-Negativen, nicht nur von Capa, sondern auch von dessen Lebensgefährtin Gerda Taro, die aus Leipzig stammte. (jW)

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