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UN-Bericht: Folter in Nordkorea

Genf. In Gefangenenlagern Nordkoreas sind die Häftlinge einem UN-Bericht zufolge unbeschreiblichen Grausamkeiten ausgesetzt. Die Insassen der Lager hungerten und würden schwer mißhandelt, hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Untersuchungsbericht für den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. Der Bericht stützt sich auf Aussagen ehemaliger Häftlinge, die jetzt im Ausland leben. So gebe es die Aussage »eines jungen Mannes, der seit seiner Geburt im Gefängnis war, sich von Nagetieren, Eidechsen und Gras ernährt und der die öffentliche Hinrichtung seiner Mutter und seines Bruders mit ansah«, erklärte der Leiter der Untersuchungskommission Michael Kirby. Der UN-Vertreter Nordkoreas wies den Bericht als »Fabrikation« zurück. »Dieses Material wurde von feindlichen Kräften und Überläufern erfunden«. Die UN-Kommission beteilige sich an einer Diffamierungskampagne Japans, der EU und der USA gegen Nordkorea. Sein Land werde diesem Druck unter keinen Umständen nachgeben.(Reuters/dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 18.09.2013, Seite 6, Ausland

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