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Aus: Ausgabe vom 18.09.2013, Seite 16 / Sport

Fußballspalte

Helmes, Runjaic

Cottbus. Energie Cottbus wurde im Montagsspiel der Zweiten Liga mit 0:4 aus dem Stadion der Freundschaft gefegt. Patrick Helmes brauchte nach der Rückkehr zum Kölner FC 1:49 Spielminuten bis zum ersten Tor. Sechs Minuten später legte Helmes für seinen Kollegen Anthony Ujah auf, der nach 28 Minuten schon wieder traf, mit Unterstützung durch Energie-Torwart Robert Almer, der einen »Tag zum Vergessen« erlebte. Am Freitag empfängt Köln den 1. FC Kaiserslautern, der am Dienstag Kosta Runjaic als neuen Cheftrainer vorstellte. »Aufsteigen möchte ich am liebsten direkt oder auch über die Relegation, aber aufsteigen auf jeden Fall«, sagte der Retter von Duisburg und Darmstadt. Runjaic wurde in Wien geboren, wohin seine Eltern aus Jugoslawien gekommen waren, aufgewachsen ist er in Rüsselsheim. Seit 2010 erstellt der Vater dreier Kinder beim ZDF Oliver Kahns Spielanalysen. »Seine Detailbesessenheit hat uns imponiert«, ergänzte Lauterns Vorstands-Chef Stefan Kuntz am Dienstag. In der letzten Saison schaffte Runjaic beim MSV Duisburg Unglaubliches. Davor hatte er die Darmstädter »Lilien« aus aussichtsloser Situation gebracht, indem er 2010 den Klassenerhalt in der Regionalliga schaffte und 2011 den Wiederaufstieg. Am »Betze« hat er bis 2015 unterschrieben und erklärt: »Die Mannschaft ist in der Bringschuld.« (dpa/sid/jW)


Kreuzer, Kreuzer

Hamburg. »Es war ein kleines Wirrwarr zu sehen«, sagte HSV-Sportdirektor Oliver Kreuzer am Dienstag, und bestätigte die Entlassung des Cheftrainers Thorsten Finke wie mit sich selbst ausgemacht: »Ich hatte nicht mehr das 100prozentige Vertrauen in ihn, daß er die Power noch hat, diesen Umschwung mit der Mannschaft zu schaffen.« Fink hatte er das schon am Montag abend mitgeteilt, nach einer Tagung des Vorstands. Auf dem Weg dahin hatte Kreuzer noch mitgeteilt: »Das Thema Trainer stellt sich für mich Stand heute nicht.« Entsprechend verblüfft nahm HSV-Käpt’n Rafael van der Vaart die Nachricht in Bild zur Kenntnis: »Oha, vor dem heißen Nordderby gegen Werder. Ich verstehe den Zeitpunkt nicht so ganz.« Klaus-Michael Kühne, der Van der Vaarts Wechsel zum HSV aus eigener Tasche bezahlt hatte, würde für Felix Magath als Finke-Nachfolger was draufpacken, aber Magath steht »nicht zur Verfügung«, wie er Bild erklärte, auch, warum: »Noch im Mai haben Aufsichtsratsboß Ertel und Jarchow als Vorstandsvorsitzender erklärt, daß Fink der richtige Mann für den HSV sei. Und jetzt ist er es nach nur fünf Spielen nicht mehr?« Und so wechselte Kreuzer munter vom »Wir« zum »Ich«: »Wir wollen mit Nachdruck einen neuen Trainer präsentierten. Wann das sein wird, kann ich nicht sagen.« Aber mit Markus Babbel hat bis Dienstag vormittag niemand vom HSV gesprochen. (dpa/sid/jW)

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