Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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Aus: Ausgabe vom 17.09.2013, Seite 13 / Feuilleton

Hollywood, eine Verschwendung

Der auch als Drehbuchautor erfolgreiche US-Schriftsteller James Salter (88) hat nie gerne für Hollywood gearbeitet. »Oh, was für eine Verschwendung. Man muß so viele Skripte schreiben, und nur ein Viertel oder Fünftel davon wird umgesetzt«, sagte Salter der Nachrichtenagentur dpa. Auch die Umsetzung seiner Drehbücher habe ihn enttäuscht, besonders bei dem Drama »Ein Hauch von Sinnlichkeit«, das Starregisseur Sidney Lumet 1969 mit Omar Sharif und Anouk Aimée in den Hauptrollen verfilmte. »Aus dem besten Skript, das ich geschrieben habe, wurde der schlimmste Film, weil der Regisseur ganz andere und aus meiner Sicht idiotische Ansichten darüber hatte. Und die Besetzung war lächerlich. Sie haben die Rollen bekommen, weil sie Stars waren.« Und heute? Da erscheint im Berlin Verlag »Alles, was ist«, der erste neue Roman von Salter seit 30 Jahren. (dpa/jW)

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