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Regierungskrise in Tschechien

Prag. Fast die Hälfte der Tschechen wünscht sich Neuwahlen zum nächstmöglichen Zeitpunkt im Oktober. Das geht aus einer aktuellen Umfrage im Auftrag des tschechischen Fernsehens hervor. Nur ein Fünftel der Befragten sprach sich demnach für einen späteren Wahltermin aus. Womöglich bereits am heutigen Dienstag könnte das Abgeordnetenhaus in Prag auf einer Sondersitzung entscheiden, daß es sich auflöst und damit den Weg für Neuwahlen freimacht. Der Umfrage zufolge glaubt nur eine knappe Mehrheit der Tschechen (56 Prozent), daß die Abgeordneten sich dazu entschließen werden. Die politische Krise in Tschechien begann mit dem Rücktritt von Regierungschef Petr Necas wegen einer Bespitzelungsaffäre. Präsident Milos Zeman ernannte darauf seinen Wirtschaftsberater zum Interims-Ministerpräsidenten. Der Mitte-Links-Politiker Jiri Rusnok verlor vor anderthalb Wochen die Vertrauensfrage. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 20.08.2013, Seite 6, Ausland

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