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Regierungskrise in Italien

Rom. Nach der rechtskräftigen Verurteilung des früheren Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi hängt das Schicksal der italienischen Koalition am seidenen Faden. Die Minister von Berlusconis Rechtspartei Volk der Freiheit (PdL) boten am Freitag ihren Rücktritt an und setzten so den Partner PD unter Druck. Der langjährige Regierungschef nannte als Preis für den Erhalt des Bündnisses mit der Demokratischen Partei (PD) eine Reform der Justiz, anderenfalls werde er auf Neuwahlen dringen. Dafür will Berlusconi seine alte Partei Forza Italia wiederbeleben. Ministerpräsident Enrico Letta von der PD rief zum Erhalt der Koalition auf. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 05.08.2013, Seite 6, Ausland

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