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Japan: Kein »Sorry« für Nazi-Äußerung

Tokio. Der wegen einer Nazi-Äußerung in die Kritik geratene japanische Vizeregierungschef und Finanzminister Taro Aso hat einen Rücktritt abgelehnt. Er habe weder vor, von seinen Ämtern noch als Abgeordneter zurückzutreten, erklärte der Politiker am Freitag vor Journalisten. Er hatte in einer Rede zu Wochenbeginn gesagt: »Die deutsche Weimarer Verfassung wurde unbemerkt, ohne daß es jemandem auffiel, durch die Verfassung der Nazis ersetzt. Warum lernen wir nicht von dieser Taktik?« Nach scharfer Kritik hatte Aso am Vortag seine Äußerung zurückgenommen. Er sehe jedoch keinen Anlaß, sich zu entschuldigen, erklärte er am Freitag. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 03.08.2013, Seite 7, Ausland

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