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Keine Einigung im Einzelhandel

Leipzig. Die Streiks im Einzelhandel in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind am Donnerstag fortgesetzt worden. Damit reagierte ver.di auf den Abbruch der Tarifverhandlungen durch die Unternehmer am Mittwoch. »Es ist beispiellos, was die Arbeitgeber sich gestern geleistet haben. Nach nur zehn Minuten verlassen sie die Verhandlungen, weil am Verhandlungstag gestreikt wurde«, so ver.di-Verhandlungsführer Jörg Lauenroth-Mago. Die Gewerkschaft fordert rückwirkend zum 1. Juni 2013 für die 265000 Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel der genannten Bundesländern eine Erhöhung der Gehälter und Löhne um einen Euro pro Stunde. Die Unternehmer boten 2,5 Prozent zum 1. September und 1,5 Prozent im nächsten Jahr an. »Die Verknüpfung dieses Angebots an gleichzeitige Verschlechterungen bei Arbeitszeitplanung, Zuschlägen und Bezahlung von Auffüllkräften, ist nicht akzeptabel«, so Lauenroth-Mago weiter. Derzeit verdient eine Verkäuferin nach sieben Jahren 13,43 Euro pro Stunde. Die Mehrheit der Beschäftigten arbeitet in Teilzeit und liegt z.B. bei einem 90-Stunden-Vertrag im Monat trotz Tarifgehalt nur knapp über der Armutsgrenze. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 26.07.2013, Seite 4, Inland

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