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Aus: Ausgabe vom 06.07.2013, Seite 3 / Schwerpunkt

Dokumentiert: Pjöngjang an Washington

Aus dem Gesprächsangebot der DVRK an die USA vom 16. Juni 2013:


(…) Wir stellen vor der Welt noch einmal fest, daß die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel der unveränderliche Wille und Entschluß der Armee und des Volkes der DVRK ist.

(…)

Die Entnuklearisierung der koreanischen Halbinsel bedeutet nicht nur »Demontage der Atomwaffen des Nordens«. Sie erfordert die Entnuklearisierung der gesamten Halbinsel einschließlich Südkoreas und hat zum Ziel, die atomaren Drohungen der USA gegen die DVRK vollständig zu beenden.


Daß die DVRK Atomwaffen besitzt, ist eine strategische Option zu ihrer Selbstverteidigung. Der legitime Status der DVRK als Atomwaffenstaat bleibt unerschütterlich erhalten, gleich ob andere ihn anerkennen oder nicht, bis die ganze Halbinsel entnuklearisiert ist und die atomaren Bedrohungen von außen endgültig beendet sind. Deshalb sollten die USA mit ihren atomaren Drohungen und Erpressungen und mit allen Formen von Provokationen einschließlich der »Sanktionen« gegen die DVRK aufhören, bevor sie von dieser verlangen, sie müsse als Voraussetzung für die Eröffnung eines Dialogs zuerst die Ehrlichkeit ihres Willens zur Entnuklearisierung zeigen.

Wir schlagen Gespräche auf hoher Ebene zwischen den Regierungen der DVRK und der USA vor, um die Spannungen auf der Halbinsel zu entschärfen und Frieden und Sicherheit in der Region zu gewährleisten.

Wenn die USA dazu wirklich bereit sind, sollten sie für Gespräche und Kontakte keine Vorbedingungen stellen. Im Rahmen der Gespräche können breite und gründliche Diskussionen über die Entschärfung der militärischen Spannungen, die Ersetzung des Waffenstillstands durch ein Friedensabkommen und andere Themen von beiderseitigem Interesse, einschließlich der von den USA vorgeschlagenen Errichtung einer »Welt ohne Atomwaffen«, geführt werden.

Die USA können Ort und Zeitpunkt der Gespräche nach Belieben festlegen. (…)

Übersetzung: Knut Mellenthin

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