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Tarifvertrag als Fremdsprache

Düsseldorf. Am Goethe-Institut, das in 13 Einrichtungen in Deutschland vor allem Kurse für Deutsch als Fremdsprache anbietet, gibt es immer mehr prekäre Beschäftigungsverhältnisse. Die dortigen Lehrkräfte arbeiten überwiegend auf Honorarbasis. Davon müssen sie sämtliche Sozialversicherungsbeiträge zahlen. Obwohl sie die gleiche Arbeit machen wie festangestellte Lehrkräfte, haben sie ein deutlich niedrigeres Bruttoeinkommen. Seit Dezember 2012 weigert sich der Vorstand des Goethe-Instituts, mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Gespräche über tarifvertragliche Vereinbarungen für die Freien Mitarbeiter, sowie die Honorarlehrkräfte zu führen. Die GEW ruft deshalb für Donnerstag zu einer Protestaktion mit den Beschäftigten am Goethe-Institut in Düsseldorf auf. Die Aktion findet von 16.30 bis 17.15 Uhr vor dem Eingang des Goethe-Instituts, Immermannstraße 65 statt. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.07.2013, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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