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Kalkulierte Jobvernichtung

Ver.di verwies ebenfalls auf zunehmende Probleme in der Patientenversorgung infolge des Personalabbaus. Insbesondere seit der Einführung des Finanzierungssystems über Fallpauschalen (Diagnosis Related Groups – DRG) vor rund zehn Jahren habe sich die Arbeitsplatzvernichtung beschleunigt: Von durchschnittlich 1,3 auf 2,2 Prozent pro Jahr. Eine Folge ist die zunehmende Belastung für die verbleibenden Pflegekräfte: Mehr als zwei Drittel von ihnen können sich einer Umfrage zufolge nicht vorstellen, ihren Beruf unter den jetzigen Bedingungen bis zum Rentenalter auszuüben. »Das ist eine dramatische Entwicklung angesichts des demographiebedingten Mangels an Pflegepersonal« und dem von Fachkräften anderer Berufe im Gesundheitswesen in naher Zukunft, so die Dienstleistungsgewerkschaft in ihrer Stellungnahme. Eine gesetzliche Personalbemessung sei ein wesentliches Element zur Verbesserung der Strukturqualität in den Kliniken und geeignet, »Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Krankenhäusern zu Lasten von Patienten und Personal zu vermeiden«.
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Erschienen in der Ausgabe vom 14.06.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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