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ThyssenKrupp soll an Bahn zahlen

Berlin. Die Bundesregierung hat ThyssenKrupp zu schnellen und umfassenden Schadenersatzzahlungen an die Deutsche Bahn ermahnt. »Die Kartellmitglieder müssen zu ihren Verfehlungen stehen und die Schäden begleichen«, sagte Verkehrsstaatssekretär Michael Odenwald (CDU) der Süddeutschen Zeitung (Mittwochausgabe). Das Staatsunternehmen Deutsche Bahn will mit einer Klage beim Landgericht Frankfurt von ThyssenKrupp und anderen Firmen insgesamt 850 Millionen Euro eintreiben, inklusive Zinsen. Ein großer Teil davon würde an den Bund zurückfließen. Gezahlt hat bislang nur der österreichische Konzern Voestalpine, der das Kartell auffliegen ließ und zum Kronzeugen der Ermittler wurde. Vor einigen Wochen überwies das Unternehmen demnach knapp 50 Millionen Euro an die Bahn. Das Schienenkartell soll zwischen 2001 und 2011 überhöhte Preise abgesprochen haben. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 06.06.2013, Seite 1, Kapital & Arbeit

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