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»Hexerei«-Gesetz abgeschafft

Sydney. Papua-Neuguinea hat ein Gesetz abgeschafft, nach dem »Hexerei« verboten war. Wer etwa wegen Mordes angeklagt war, konnte sich mit dem Hinweis verteidigen, daß das Opfer seine Angehörigen verhext hatte. Frauenorganisationen begrüßten den Beschluß des Parlaments am Mittwoch. Gleichzeitig kritisierten sie, daß die Abgeordneten des bitterarmen Landes zwischen Indonesien und Australien den Einsatz der Todesstrafe ausweiteten. So können Korruption, die Herstellung von gepanschtem Alkohol und das Anbauen von Marihuana-Pflanzen künftig mit dem Tode bestraft werden. Die Todesstrafe gibt es seit 1954, aber sie ist nie angewendet worden.

Im Februar war im Hochland Papua-Neuguineas in Mount Hagen eine 20jährige gefoltert und verbrannt worden, weil Nachbarn sie bezichtigt hatten, eine Hexe zu sein. Amnesty Internationaldokumentierte in einem Jahr mehr als 50 Fälle von Hexenverbrennungen.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 31.05.2013, Seite 15, Feminismus

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