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24.05.2013
- → Feminismus
Kabul: Rückschlag für Frauenrechte
Kabul. Konservative Mitglieder des afghanischen Parlaments haben vergangenen Samstag das Gesetz zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (EVAW Law, Elimination of Violence against Women) blockiert. Es war bereits 2009 von Präsident Hamid Karsai als Dekret erlassen worden. Nun sollte es von der Nationalversammlung geprüft und regulär in Kraft gesetzt werden (siehe jW vom 17.5.). Doch die Debatte wurde ausgesetzt und der Entwurf in einen Ausschuß zurückverwiesen. Abgeordnete hatten behauptet, das Gesetz verstoße gegen islamische Lehren und ermutige Frauen, Sex außerhalb der Ehe zu haben.
Die Deutsche Welle berichtete unterdessen am Dienstag unter Berufung auf die Organisation Human Rights Watch (HRW), die Zahl der wegen sogenannter moralischer Verbrechen inhaftierter Frauen habe in Afghanistan dramatisch zugenommen. Allein im laufenden Monat seien rund 600 Mädchen und Frauen unter diesen fragwürdigen Vorwürfen inhaftiert worden. Das sei ein Zuwachs von 50 Prozent in nur 18 Monaten. Vielfach hätten sie nur versucht, häuslicher Gewalt zu entkommen. (jW)
Die Deutsche Welle berichtete unterdessen am Dienstag unter Berufung auf die Organisation Human Rights Watch (HRW), die Zahl der wegen sogenannter moralischer Verbrechen inhaftierter Frauen habe in Afghanistan dramatisch zugenommen. Allein im laufenden Monat seien rund 600 Mädchen und Frauen unter diesen fragwürdigen Vorwürfen inhaftiert worden. Das sei ein Zuwachs von 50 Prozent in nur 18 Monaten. Vielfach hätten sie nur versucht, häuslicher Gewalt zu entkommen. (jW)
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