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Verlage erzielen Traumrenditen

Köln. Vielen Verlagen geht es im Vergleich zu anderen Unternehmen offenbar blendend. Während diese eine Durchschnittsrendite von vier Prozent erzielten, lägen die Verlage »beim Dreifachen oder Vierfachen davon«, sagte der Medienprofessor Frank Lobigs von der TU Dortmund am Dienstag im Deutschlandradio. Sie erzielten immer noch Renditen, von denen andere nur »träumen können«. »Heute können vielleicht nicht die Journalisten vom Journalismus reich werden, aber die Verleger durchaus immer noch.«

Als Beispiele nennt Lobigs Die Zeit, die 2012 ein Rekordjahr mit zweistelliger Rendite eingefahren habe, sowie den Spiegel. Dort bedauere der Verlag, daß man nur 15 Prozent statt wie im Vorjahr 20 Prozent Umsatzrendite gemacht habe. Als »ganz normalen« Regionalverlag nennt Lobigs die Braunschweiger Zeitung, bei der rund 20 Prozent des Umsatzes als Gewinn übrigbleibe.

(kress/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2013, Seite 15, Medien

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