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OLG München zeigt Einsicht

München. Das Oberlandesgericht München reagiert auf die Kritik an den Arbeitsbedingungen für Journalisten im NSU-Prozeß. Wie das Gericht am Mittwoch bekanntgab, wird die Lüftungsanlage im Gerichtssaal verstärkt. An den bisherigen Verhandlungstagen war es auf der Empore, wo Zuschauer und Journalisten sitzen, zu warm und zu stickig geworden.

Zudem sollen im Sicherheitsbereich vor dem Saal Tische und Stühle aufgestellt werden. Bislang hatten sich etliche Journalisten auf den Boden setzen müssen, um ihre Artikel zu schreiben – denn auch in Sitzungspausen dürfen sie den Sicherheitsbereich nicht verlassen, ohne ihren Platz im Gerichtssaal zu riskieren. Jetzt wird dort auch ein Kaffeeautomat aufgestellt. Der Prozeß wegen der Terroranschläge des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) soll am 4. Juni fortgesetzt werden.

(dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2013, Seite 15, Medien

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