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Millionen Italiener in Armut gestürzt

Rom. Die Wirtschaftskrise und die hohe Arbeitslosigkeit stürzen Millionen Italiener in die Armut. Jeder fünfte kann es sich nicht leisten, die Wohnung ausreichend zu heizen, Fleisch ist für 17 Prozent ein Luxusgut, mehr als die Hälfte kann nicht einmal eine Woche im Jahr in Urlaub fahren, wie die nationale Statistikbehörde ISTAT in einer am Mittwoch veröffentlichten Studie mitteilte. Insgesamt lebten 2012 8,6 Millionen Italiener unter der Armutsgrenze – das sind 14 Prozent der Bevölkerung und damit doppelt so viele wie vor zwei Jahren. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone steckt seit Mitte 2011 in der Rezession. Derzeit liegt die Jugendarbeitslosigkeit in Italien bei fast 40 Prozent. Die Kaufkraft der Verbraucher fiel ISTAT zufolge im vergangenen Jahr um 4,8 Prozent, vor allem wegen der kräftigen Steuererhöhungen. (Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 23.05.2013, Seite 1, Ausland

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