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Balabanow tot

Der russische Filmregisseur Alexej Balabanow ist am Sonnabend mit 54 Jahren nach einem Herzinfarkt in einem Krankenhaus bei St. Petersburg gestorben. Filme wie »Brat« und »Brat 2« (Bruder) oder »Grus 200« (Fracht 200, über das sowjetische Afghanistan-Trauma) ließen ihn zum wichtigsten russischen Regisseur des 21. Jahrhunderts werden. Oft ging es ihm um das harte Leben von Migranten. Zweimal wurde Balabanow auf dem Go-East-Festival in Wiesbaden ausgezeichnet, 2009 für »Morphin«, 2011 für »Der Heizer«. In seinem letzten Film »Ja tosche chotschu« (Ich will auch), der 2012 auf dem Festival in Venedig lief, spielt Balabanow sich selbst und stirbt. Regierungschef Dmitri Medwedew würdigte den Verstorbenen als Autor »kollektiver Porträts des Landes«. (dpa/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 21.05.2013, Seite 13, Feuilleton

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