-
04.05.2013
- → Ausland
Spannungen Indien–Pakistan
Neu Delhi. Brutale Attacken in Gefängnissen haben die Spannungen zwischen den südasiatischen Atommächten Indien und Pakistan verschärft. Einen Tag nach dem Tod des Inders Sarabjit Singh in Pakistan ist am Freitag der in Indien inhaftierte Pakistaner Sanaullah angegriffen worden, wie die Nachrichtenagentur IANS berichtete. Ein früherer Soldat der indischen Armee habe Sanaullah im Hochsicherheitsgefängnis Kot Bhalwal im Bundesstaat Jammu und Kaschmir so schwer verletzt, daß er im Krankenhaus ins Koma fiel. Pakistans Außenministerium drückte in einer Stellungnahme »große Besorgnis« aus und bezeichnete den Angriff als »offensichtlichen Vergeltungsschlag« für die Attacke auf Sarabjit Singh vor einigen Tagen. Nach der Überstellung des Leichnams kamen zu Singhs Beerdigung laut IANS am Freitag Hunderte Trauernde und hochrangige Politiker. Singh war 1990 in Pakistan als Spion und als Urheber von Bombenanschlägen verurteilt worden. Die indische Regierung und Sarabjit Singhs Familie dementieren, daß er ein Spion war. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Ausland