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Tot: Hanneman

Ein Freizeit-Rastafari, der etwas auf sich hält, stirbt am Kiffer-Lungenkrebs, ein Fußgängerzonen-Punk an einer Überdosis Jägermeister. Und ein Trash-Metal-Gitarrist? Selbstverständlich an Leberversagen, glaubt man. Jeff Hanneman, Gründungsmitglied der kalifornischen Band Slayer (Schlächter), traf es am Donnerstag morgen. Der Tod des 49jährigen ist jedoch mutmaßlich die Spätfolge eines Spinnenbisses, den er sich bereits vor über zwei Jahren zugezogen hatte. Hanneman verlor damals beinahe einen Arm, weil Bakterien begannen, Fleisch und Muskeln zu zerstören. Seitdem war der Gitarrist außer Gefecht gesetzt, mußte sogar wieder lernen zu laufen.

Slayer, 1981 gegründet, gehören neben Metallica, Megadeth und Anthrax zu den Großen Vier des Metalgenres. Innerhalb von acht Stunden besuchten über drei Millionen Fans die Slayer-Seite mit der traurigen Nachricht. Ob die große Europatour, die Anfang Juni in Enschede beginnen soll, dennoch stattfindet, darüber machte die Band keine Angaben. (hoek)

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Erschienen in der Ausgabe vom 04.05.2013, Seite 13, Feuilleton

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