-
02.05.2013
- → Sport
Doping: Operation Blutbeutel
Madrid. Spaniens berühmtester Dopingarzt, Eufemiano Fuentes, ist am Dienstag in Madrid zu einem Jahr Bewährung, vier Jahren Berufsverbot und 4500 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Im Verfahren als Beweismittel herangezogene Blutbeutel von über 200 Spitzenathleten sollen vernichtet werden, entschied das Gericht mit Hinweis auf Persönlichkeitsrechte. »Damit wird die weitere Aufklärung erschwert oder sogar unmöglich gemacht«, erklärte der Generaldirektor des Deutschen Olympischen Sportbunds, Michael Vesper. Fuentes hat nach eigener Aussage neben Radprofis auch Fußballer, Boxer, Tennisspieler und Leichtathleten betreut. Die spanische Anti-Doping-Agentur AEA will auf Herausgabe der Blutbeutel klagen, die 2006 im Rahmen der »Operacion Puerto« als Beweise gesichert worden waren. (sid/jW)
→ Sie können uns auch mit einer Spende unterstützen
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Sport
