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29.04.2013
- → Sport
Schwimmen: Aus der Hocke
Von Klaus Weise
Berlin. Vier Tage lang absolvierten die deutschen Schwimmer bis zum Sonntag in Berlin ihre nacholympische Standortbestimmung. Die 125. Deutsche Meisterschaft im 50-Meter-Becken sollte eine der Hoffnung sein. Was auch sonst? Die medaillenlose olympische Totalpleite von London ließ gar keine andere Wahl. Inzwischen ist Henning Lambertz (Wuppertal) Chefbundestrainer. Der 42jährige gelernter Sportwissenschaftler ist zwar schon 20 Jahre im Trainergeschäft, gilt aber als kreativ und unverbraucht. So hat er vor den DM die Normen für die WM im Sommer in Barcelona abgesenkt, denn in der Vergangenheit waren scharenweise Aktive daran gescheitert. Nun wurden sie von vergleichsweise vielen Athleten geschaffft. Dabei sind zwar wenige Weltspitzenzeiten herausgekommen, aber das Niveau wurde auf breiter Front gehoben, auch wenn das Schwimm-Traumpaar Britta Steffen und Paul Biedermann krankheitsbedingt abgesagt hatte. Shootingstar der Meisterschaft wurde unerwartet die 16jährige Selina Hocke aus Berlin, die auf den Rückenstrecken Mehrfachmeisterin wurde, serienweise Bestzeiten markierte, die WM-Normen unterbot und nun ihre Reiseplanungen für den Sommer ändern muß.
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