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15.04.2013
- → Politisches Buch
Neu erschienen
Forum
Marxisten ist Streitbarkeit eigen. Das neue Heft in der Reihe Marxistisches Forum zeugt davon: »Weltwirtschaftskrise im fünften Jahr. Kapitalismus am Ende?«. Zwei Positionen stehen sich bei der Beurteilung der Großen Krise und ihrer politischen Konsequenzen gegenüber. Lucas Zeise spricht von einer »normalen Überproduktionskrise«, die »deutlich radikaler als die gemeine konjunkturelle Überproduktionskrise« sei. Ernst Lohoff und Norbert Trenkle sehen in der Krise eine Folge der »dritten industriellen Revolution«, durch die das »auf der Vernutzung lebendiger Arbeit gründende Wertverwertungssystem seine Fähigkeit zu einer selbstragenden Ausdehnung eingebüßt hat«. Wenn zyklische Wirtschaftskrisen das Produkt des Kapitalismus, dessen Industrie mit Maschinen arbeitet, sind, dann fragt sich, welche Konsequenzen mit der digitalen Revolution verbunden sind. So erinnert die neueste und zukünftig zu erwartende Entwicklung an die These von Marxisten, daß vor der Menschheit die Alternative steht: Sozialismus oder Barbarei. In diesem Sinn nehmen Ekkehard Lieberam und Ingo Wagner Stellung zum Problem. Lieberam unter dem Gesichtspunkt »Weltwirtschaftskrise und linke Handlungsorientierung«, Wagner hinsichtlich der »historisch-permanenten Endkrise des imperialistischen Spätkapitalismus«. In beiden Fällen geht es um die Formierung des revolutionären Subjekts für den Ausbruch aus dem Kapitalismus. Ergänzt werden diese Überlegungen durch Berthold Kühn: »Die Erbsünden der Staatsschulden und bei der Einführung des Euro«.Marxistisches Forum Heft 66, Weltwirtschaftskrise im fünften Jahr. Kapitalismus am Ende? GNN Verlag, Schkeuditz 2013, Leipzig April 2013, GNN Verlag Sachsen/Berlin m.b.H., 45 Seiten, 4 Euro. ISBN 978-3-89819-395-5
Mitteilungen
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Mitteilungen des Förderkreises, Nr. 43, 54 Seiten, Schutzgebühr 3 Euro. Bezug: Förderkreis Archive, Finckensteinallee 63, 12205 Berlin, E-Mail: birgid.leske@googlemail.com
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