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Der »Gottschedin« zum 300.

Vor 300 Jahren, am 11. April 1713 wurde in Danzig (heute Gdansk) Luise Adelgunde Victorie Kulmus geboren, die sich später einen Namen als Schriftstellerin, Übersetzerin und Gelehrte machte. Bekannt war sie als »die Gottschedin«, denn unter dem Namen Gottsched hatte schon ihr 13 Jahre älterer Ehemann, der Leipziger Professor der Poesie, Logik und Metaphysik, Johann Christoph Gottsched, Renommee erlangt.

Luise Gottsched war die erste Frau in Deutschland, die Komödien und sogar eine Tragödie verfaßte, »eine Gattung, deren Hoheit und Würde bis dahin mit einer weiblichen Feder nicht vereinbar schien«, wie Luise F. Pusch in einem ausführlichen biographischen Text auf ihrer Internetplattform für Frauenbiographien schreibt (www.fembio.org). Das Happy End ihrer Komödien besteht bei ihr für gewöhnlich darin, »daß die Heldin endlich einer unerwünschten Verheiratung entkommt« (Pusch). Gottscheds Briefe an ihre Freundin Dorothea von Runckel sind das erste veröffentlichte Dokument eines Briefwechsels zwischen Freundinnen. Luise starb 1762 im Alter von nur 49 Jahren, die meisten ihrer Werke erschienen unter dem Namen ihres Mannes. (jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 12.04.2013, Seite 15, Feminismus

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