jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk!
Gegründet 1947 Sa. / So., 21. / 22. Mai 2022, Nr. 118
Die junge Welt wird von 2629 GenossInnen herausgegeben
jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk! jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk!
jW berichtet anders: Jetzt am Kiosk!
Aus: Ausgabe vom 18.03.2013, Seite 15 / Politisches Buch

Neu erschienen

Zu Stabilisierung der Zentren

In der Märzausgabe der Zeitung Graswurzelrevolution geht es u.a. um die Folgen der Wirtschaftskrise für Griechenland und darum, wie in Chiapas Entwicklungsprojekte im Namen des Fortschritts – Monokulturen, Zwangsumsiedlung in Landstädte etc. – indigene Lebensweisen zerstören.

Christoph Marischka analysiert die Hintergründe des Krieges in Mali. Mit Blick auf Jugoslawien, Irak oder Afghanistan spreche wenig dafür, »daß die Darstellung, mit der Frankreich den Krieg begann, ausnahmsweise mal zutreffend sein sollte«. Das Vorstandsmitglied der Informationsstelle Militarisierung meint dagegen, der »Krieg in der Peripherie« würde zur »Stabilisierung der Zentren« geführt und nicht, um Islamisten zurückzudrängen. (fo)

Graswurzelrevolution Nr. 377, März 2013, 3 Euro, Bezug: Graswurzel­revolution, Breul 43, 48143 Münster

Die Rote Hilfe

Das Quartalsmagazin enthält Beiträge zur Verfolgung der kapitalismuskrisichen Proteste »M31« und »Blockupy« im vorigen Jahr in Frankfurt am Main, zum Mord an drei kurdischen Aktivistinnen in Paris sowie ein Interview zum Fall des Polizeispitzels Simon Bromma in Baden-Württemberg.


Der Autor Markus Mohr zerpflückt Äußerungen des Politikwissenschaftlers Götz Aly zu dessen Aktivitäten bei der Roten Hilfe in Westberlin in den 70er Jahren. Aly will sich damals an einer Geldwäscheaktion beteiligt haben. Mohr meint dazu, Aly wolle auf das »politische Niveau seiner ins Herz geschlossenen Kompagnons aus der parlamentarischen Demokratie diskursiv aufschließen«. Diese hätten »x-mal mehr schwarzes Geld gewaschen, als es alle Roten Hilfen in den 70er Jahren vermochten«. (fo)

Die Rote Hilfe 1/2013, 4 Euro, Bezug: Rote-Hilfe-Zeitung, Postfach 3255, 37022 Göttingen

Klassenjustiz

Eine Broschüre, herausgegeben von einem Unterstützerkreis, zeichnet den Weg eines Stuttgarter Antifaschisten nach, der von Februar bis Dezember 2012 im Gefängnis saß. Smiliy, Aktivist der Bewegung RASH (Red and Anarchist Skinheads), verfaßte während seiner Haftzeit mehrere Texte über Alltag und politische Arbeit im Knast. Die Berichte sind teils sehr persönlich und geben einen tiefen Einblick in die Abläufe im Stammheimer Gefängnis. Da Smily seine politische Meinung im Knast nicht verbarg, wurde er schikaniert: Strafzeiten in Isolationszellen, Postentzug (»ein Mittel der Klassenjustiz«) etc. (fo)

Knastkampf, Solidarität und das Streben nach Freiheit …, Hrsg. Stuttgarter Solikreis, 28 Seiten, Bezug: www.solikreis-stuttgart.tk

Mehr aus: Politisches Buch