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Mehr Opfer rechter Gewalt in Berlin

Berlin. Die Zahl der verletzten und massiv bedrohten Opfer rechtsextremer Gewalt hat in Berlin im Jahr 2012 trotz einer leicht rückläufigen Zahl der Angriffe zugenommen. Im Westen der Stadt wurden mehr Übergriffe gezählt als im Osten. Das geht aus dem aktuellen Bericht der Berliner Beratungsstelle Reach Out für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt hervor. Die Zahl der Angriffe sei von 158 auf 139 leicht gesunken, sagte die Sprecherin der Initiative, Sabine Seyb, am Freitag. Bei den Angriffen seien jedoch 234 Menschen »verletzt, gejagt und massiv bedroht« worden, fügte sie hinzu. Das seien fünf Verletzte mehr, als Reach Out 2011 dokumentierte. »Rassismus war das häufigste Tatmotiv«, ergänzte Seyb. »Wir befürchten, daß wir nur die Spitze des Eisbergs sehen«. Im Westteil der Stadt wurden 76 Gewalttaten von Neonazis erfaßt, im Osten 63. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 02.03.2013, Seite 5, Inland

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