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Aus: Ausgabe vom 14.02.2013, Seite 4 / Inland

Hessen »spart« an Flüchtlingen

Frankfurt am main. Asylbewerber in hessischen Erstaufnahmeeinrichtungen erhalten einem Zeitungsbericht zufolge nur die Hälfte des ihnen zustehenden Bargeldbetrags. Diese Praxis sei eindeutig rechtswidrig, so der Geschäftsführer des hessischen Flüchtlingsrats, Timmo Scherenberg, in der Frankfurter Rundschau vom Mittwoch. Ähnlich äußerte sich die hessische Landtagsabgeordnete der Linken, Barbara Cárdenas. Alleinstehenden erwachsenen Flüchtlingen stehen monatlich Leistungen im Wert von 354 Euro zu, davon 137 Euro in bar. Laut Flüchtlingsrat erhalten jedoch Hunderte in Hessens Erstaufnahmeeinrichtungen weniger und oft nur die Hälfte des Barbetrags. (jW)