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12.02.2013
- → Inland
»S21«-Gegner prüfen Anzeige gegen Bahn
Stuttgart. Das interne Dossier des Bundesverkehrsministeriums zum geplanten Tiefbahnhof »Stuttgart 21« könnte juristische Konsequenzen für den Vorstand der Deutschen Bahn (DB) haben. Das »Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21« will Strafanzeige wegen Verdachts der Untreue und des Betrugs stellen. »Nach meiner Einschätzung liegt hier ein grob pflichtwidriges Verhalten des Vorstands vor«, sagte der Sprecher des Bündnisses, Eisenhart von Loeper, der Stuttgarter Zeitung (Montagausgabe). Das Ministerium kreide der Bahn unter anderem verspätete und sogar falsche Information des Aufsichtsrats zu den Mehrkosten in Höhe von bis zu 2,3 Milliarden Euro an.
Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, Alexander Kirchner, steht »›S21‹ auf der Kippe«. Ein Abbruch koste mindestens zwei Milliarden Euro, sagte er am Montag im Deutschlandfunk, ohne daß man einen funktionsfähigen Bahnhof im Knoten Stuttgart hätte. Für das weitere Vorgehen müßten alle Beteiligten zurück an einen Tisch kehren und die Zukunft des Projektes sorgsam abwägen.
(dapd/jW)
Nach Ansicht des Vorstandsvorsitzenden der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, Alexander Kirchner, steht »›S21‹ auf der Kippe«. Ein Abbruch koste mindestens zwei Milliarden Euro, sagte er am Montag im Deutschlandfunk, ohne daß man einen funktionsfähigen Bahnhof im Knoten Stuttgart hätte. Für das weitere Vorgehen müßten alle Beteiligten zurück an einen Tisch kehren und die Zukunft des Projektes sorgsam abwägen.
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(dapd/jW)
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