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31.01.2013
- → Medien
dapd ist noch nicht gerettet
Berlin. Die von der Insolvenz bedrohte Nachrichtenagentur dapd steht offenbar weiterhin auf der Kippe. Ihr Angebot an Weltnachrichten wird vom 1. Februar an möglicherweise einknicken, weil ihr bisheriger Vertragspartner, die US-Agentur Associated Press (AP), ihr die Lizenz entzogen hat und zur Deutschen Presse Agentur (dpa) gewechselt ist. Unklar scheint auch, wie die Versorgung mit internationalen Fotos gesichert werden soll.
Der designierte neue Eigentümer Ulrich Ende hat mittlerweile eine neue Firma gegründet: die dapd Nachrichten Beteiligungs GmbH mit Sitz in Tutzingen. Endes Übernahmeplan sieht vor, alles in dieser Firma zusammenzufassen, was von der dapd übrig geblieben ist.
Die Nachrichtenagentur hatte bereits Anfang Oktober Insolvenz angemeldet, acht zahlungsunfähige Teilfirmen wurden Ende Dezember aufgelöst. 98 Kolleginnen und Kollegen verloren ihren Job, die der verbleibenden rund 200 Beschäftigten stehen auf dem Spiel.
Probleme gibt es auch mit den Finanzen: Ende will dapd für insgesamt vier Millionen Euro übernehmen, konnte aber bisher offenbar erst einen Teil der Summe aufbringen. Damit nicht genug: Zahlreiche wichtige Kunden haben die Hoffnung auf eine Rettung der Agentur aufgegeben und dapd gekündigt – u.a. die Süddeutsche Zeitung, der WAZ-Konzern und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nutznießer in den meisten Fällen ist die Konkurrenz dpa, eine Art Genossenschaft deutscher Zeitungsverlage. (jW)
Der designierte neue Eigentümer Ulrich Ende hat mittlerweile eine neue Firma gegründet: die dapd Nachrichten Beteiligungs GmbH mit Sitz in Tutzingen. Endes Übernahmeplan sieht vor, alles in dieser Firma zusammenzufassen, was von der dapd übrig geblieben ist.
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Die Nachrichtenagentur hatte bereits Anfang Oktober Insolvenz angemeldet, acht zahlungsunfähige Teilfirmen wurden Ende Dezember aufgelöst. 98 Kolleginnen und Kollegen verloren ihren Job, die der verbleibenden rund 200 Beschäftigten stehen auf dem Spiel.
Probleme gibt es auch mit den Finanzen: Ende will dapd für insgesamt vier Millionen Euro übernehmen, konnte aber bisher offenbar erst einen Teil der Summe aufbringen. Damit nicht genug: Zahlreiche wichtige Kunden haben die Hoffnung auf eine Rettung der Agentur aufgegeben und dapd gekündigt – u.a. die Süddeutsche Zeitung, der WAZ-Konzern und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Nutznießer in den meisten Fällen ist die Konkurrenz dpa, eine Art Genossenschaft deutscher Zeitungsverlage. (jW)
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