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Role Models. DDR-Frauen in einer Ausstellung auf Burg Beeskow

Beeskow. Seit der »Wende« 1989 wurde das Bild der Frau in Ost und West immer wieder kontrovers diskutiert. Der Blick auf die Kunstwerke blieb dabei aber weitgehend aus, obwohl sich gerade in ihnen Weltbilder und Identitätsvorstellungen verdichten, so das Kunstarchiv Beeskow. Unterschiedliche Rollenverständnisse in beiden deutschen Staaten wirken bis heute fort, insbesondere, wenn es um Vereinbarkeit von Erwerbstätigkeit und Familie geht.

Ab dem morgigen Samstag wird dem, was Frauenleben in der DDR ausmachte, mit einer Kunstausstellung im ostbrandenburgischen Beeskow nachgegangen. Deren Titel: »Role Models! Die Frau in der DDR in Selbst- und Fremdbildern«. Zu sehen sind Malerei und Grafik aus dem Kunstarchiv Beeskow (Bild: Walter Womacka: o.T., 1957, Farblithografie), die Exposition wurde in Kooperation mit der renommierten Berliner Kunststiftung Poll kuratiert. In Beeskow wird ein Ausschnitt der inhaltlichen und formalen Vielfalt der Bestände aus dem dortigen Kunstarchiv präsentiert. Die Werke, anhand derer »nach dem Bild der Frau in einer Vorbildfunktion unter dem Vorzeichen von Arbeit, Mythologie und Weiblichkeit« gefragt wird, stammen von Künstlerinnen und Künstlern aus der DDR. Vor 1990 waren sie überwiegend in öffentlichen Gebäuden der Parteien und Massenorganisationen zu sehen. Man wolle sie »nicht nur als zeitgeschichtliche und gesellschaftliche Illustrationen« betrachten, sondern ihnen »eine eigene Evidenz und Wirklichkeit zutrauen«, heißt es in der Pressemitteilung der Burg.

(jW)
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Ausstellungseröffnung am Samstag, 26.1., um 15 Uhr, Burg Beeskow, Frankfurter Straße 23, 15848 Beeskow. Bis 20. Mai, Di.–So. 11–17 Uhr, ab 1. April, 9 bis 19 Uhr


www.burg-beeskow.de
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Erschienen in der Ausgabe vom 25.01.2013, Seite 15, Feminismus

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