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Cameron verschiebt Europarede

London. Großbritannien wird nach Meinung von Premierminister David Cameron aus der Europäischen Union (EU) driften, wenn sich die Staatengemeinschaft nicht reformiert. Diese Warnung hat der konservative Politiker eigentlich am Freitag in den Mittelpunkt einer mit Spannung erwarteten Europarede stellen wollen. Wegen des Geiseldramas in Algerien verschob Cameron allerdings die Rede auf unbestimmte Zeit. Zentrale Teile waren vom Büro des Premierministers allerdings vorab an Journalisten verteilt worden. Demnach sind für Cameron die Probleme der EU die Euro-Schuldenkrise, die schwächelnde Wettbewerbsfähigkeit und die schwindende öffentliche Unterstützung – vor allem in Großbritannien. »Wenn wir diesen Herausforderungen nicht begegnen, besteht die Gefahr, daß Europa scheitert und sich die Briten in Richtung Austritt bewegen«, warnte Cameron in dem Manuskript. Er stellte sich aber gegen einen EU-Austritt Großbritanniens. Zu einem Referendum über den Verbleib in dem 27-Länder-Bund wollte er sich offenbar nicht äußern.

(Reuters/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.01.2013, Seite 9, Kapital & Arbeit

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