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Kritik an ­Embryonentests

Berlin. Bundestagsabgeordnete aus allen Fraktionen haben strengere Regeln für die sogenannte Präimplantationsdiagnostik (PID) gefordert. Die vorliegende Regierungsverordnung für die vom Bundestag in engen Grenzen erlaubte Embryonenauswahl müsse gründlich überarbeitet werden, heißt es in einem gemeinsamen Schreiben von sieben Parlamentariern, aus dem die Welt am Freitag zitierte. Beim PID-Verfahren werden im Reagenzglas erzeugte Embryonen schon vor dem Einpflanzen in den Mutterleib auf mögliche schwere Erbkrankheiten untersucht. Verfaßt wurde das Schreiben von Johannes Singhammer (CSU), Günter Krings (CDU), Pascal Kober (FDP), Kathrin Vogler (Linke), der früheren Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) sowie Harald Therpe und Birgitt Bender von den Grünen. Vogler kritisierte, »die Tür zur Auslese von Embryonen« würde nach den Regierungsplänen »nicht nur einen Spalt, sondern weit wie ein Scheunentor geöffnet«.

(dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 19.01.2013, Seite 5, Inland

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