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Antifaschist zu Haftstrafe verurteilt

Dresden. Ein Berliner ist am Mittwoch in Dresden wegen der Teilnahme an antifaschistischen Blockadeaktionen zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Der 36jährige soll nach Auffassung des Gerichts im Februar 2011 eine Gruppe Demonstranten des Bündnisses »Dresden Nazifrei« per Megafon dirigiert und zum Durchbrechen einer Polizeiabsperrung aufgefordert haben. Er wurde dafür zu einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt.

Die Dresdner Bevölkerung habe genug von derlei »Krawalltouristen«, hieß es in der mündlichen Urteilsbegründung. Der Richter meinte damit Antifaschisten, die im Februar 2011 einen Neonaziaufmarsch blockierten. In den Jahren zuvor waren aus Anlaß des Jahrestages der Bombardierung der Stadt im Jahr 1945 bis zu 7000 Faschisten durch die sächsische Landeshauptstadt gezogen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Rechtsmittel werden vom Anwalt des Verurteilten geprüft.
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Für den 13. Februar dieses Jahres sind erneut Proteste gegen einen geplanten Neonaziaufmarsch angekündigt. (jW)

www.dresden-nazifrei.com
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Erschienen in der Ausgabe vom 17.01.2013, Seite 1, Inland

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