Zum Inhalt der Seite

Lin Jaldati zum 100.

Heute vor 100 Jahren wurde Lin Jaldati als Rebekka Brilleslijper im ärmeren Teil des jüdischen Viertels in Amsterdam geboren. Mit 18 stieß sie zum Niederländischen Ballett, mit 24 wurde sie KP-Mitglied. Nach dem Überfall der Wehrmacht gehörte sie zur Widerstandsbewegung und wurde 1944 verhaftet. Sie kam vom Durchgangslager Westerbork in die KZ Auschwitz und Bergen-Belsen. In allen drei Lagern begegnete sie Anne Frank.

1952 übersiedelte sie mit ihrer Familie – einem Rat Anna ­Seghers’ folgend – in die DDR, wo sie jiddische Lieder interpretierte, aber auch Songs von Hanns Eisler, Louis Fürnberg und Paul Dessau. Jaldati tourte durch Westeuropa, Israel und die USA. Sie starb 1988. (jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 13.12.2012, Seite 12, Feuilleton

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!