-
11.12.2012
- → Inland
Preisabsprachen lange bekannt
Düsseldorf/München. Die sogenannten Schienenfreunde sorgen bei der Bahn und dem Stahlkonzern ThyssenKrupp weiter für Unruhe: Beide Konzerne wußten einem Bericht zufolge deutlich früher von den Preisabsprachen für Schienen als bislang bekannt. So sei die Bahn bereits im Jahr 2000 auf das Kartell gestoßen und habe es der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gemeldet, berichtet das Handelsblatt (Montagausgabe) unter Berufung auf interne Unterlagen des Staatskonzerns. Bislang hatten Bahn und ThyssenKrupp angegeben, erst durch die Razzien 2011 von den Absprachen erfahren zu haben. Die Bahn akzeptierte überhöhte Preise für Schienen, die als Teil des Netzes vom Bund getragen werden, im Gegenzug sei ThyssenKrupp Kunde der Bahn-Frachttochter DB Cargo geblieben. zitierte die Zeitung einen Ex-Bahnmanager. (dapd/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Solidarität jetzt!
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!
→ mehr aus dem Ressort Inland