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Preisabsprachen ­lange bekannt

Düsseldorf/München. Die sogenannten Schienenfreunde sorgen bei der Bahn und dem Stahlkonzern ThyssenKrupp weiter für Unruhe: Beide Konzerne wußten einem Bericht zufolge deutlich früher von den Preisabsprachen für Schienen als bislang bekannt. So sei die Bahn bereits im Jahr 2000 auf das Kartell gestoßen und habe es der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main gemeldet, berichtet das Handelsblatt (Montagausgabe) unter Berufung auf interne Unterlagen des Staatskonzerns. Bislang hatten Bahn und ThyssenKrupp angegeben, erst durch die Razzien 2011 von den Absprachen erfahren zu haben. Die Bahn akzeptierte überhöhte Preise für Schienen, die als Teil des Netzes vom Bund getragen werden, im Gegenzug sei ThyssenKrupp Kunde der Bahn-Frachttochter DB Cargo geblieben. zitierte die Zeitung einen Ex-Bahnmanager. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 11.12.2012, Seite 5, Inland

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