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Google gegen das ­Leistungsschutzrecht


Berlin. Mit heftiger Kritik haben deutsche Verleger auf eine Kampagne des Suchmaschinen-Anbieters Google gegen das Leistungsschutzgesetz reagiert, das am heutigen Donnerstag in erster Lesung im Bundestag beraten wird. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ) bezeichneten sie als »üble Propaganda«. Das Gesetz sieht vor, daß Verlage Lizenzgebühren von Unternehmen wie Google fordern können, die Teile von Verlagsinhalten im Internet verbreiten.

Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke erklärte dazu, Google sei alles andere als neutral, sondern verdiene mit redaktionellen Inhalten anderer Geld. Deren Urheber – Journalistinnen und Journalisten also – müßten einen mindestens 50prozentigen Anteil an den Einnahmen bekommen. (dapd/jW)
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Erschienen in der Ausgabe vom 29.11.2012, Seite 15, Medien

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