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Aus: Ausgabe vom 22.11.2012, Seite 16 / Sport

Doping: Ohne geht es wirklich nicht

Berlin. Es war auch nicht alles schwarz-rot-gold, was glänzte. In der FAZ vom gestrigen Mittwoch stellt der Sportsoziologe und Ehrenpräsident des DLV, Helmut Digel, fest, daß während des kalten Krieges auch im Westen fleißig gedopt wurde. Und daß das vermutlich auch immer noch so ist. »Der Athlet steckt in der Dopingfalle. Alle sind an der Konstruktion dieser Falle beteiligt: Verbände, Politik, Wirtschaft und Medien. Aber der Athlet steht allein mit seinem Dilemma: Wenn er sauber bleibt, hat er keine Chance. Er muß also mitmachen oder mit dem Spitzensport aufhören«, so Digel. Aufklärung werde seit je in allen Instanzen nach Möglichkeit verhindert. Abschließend sagte er: »Jeder Insider weiß, daß auch in der BRD in den sechziger, siebziger und achtziger Jahren … nahezu flächendeckend gedopt wurde.«

(jW)

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